Mentor 3       EN B                   

Entwicklung & Konstruktion    Fliegen mit dem Mentor 3    Sicherheit     Leistung    Änderungen zu Mentor 2    Farbpalette     Pilotenprofil    Techische Daten

Entwicklung und Konstruktion

"Revolution durch Evolution": So könnte man die Entwicklung des Mentor 3 zusammenfassen.

Unsere Ausgangsbasis war der Mentor 2, dessen bewährte Eigenschaften wir verfeinern und verbessern wollten.
Bereits nach den ersten Prototypen stellten wir erfreut fest, wie viel Leistungs-Potential in scheinbar kleinen Details steckte. Deshalb war es nicht notwendig, die Grundkonstruktion des Mentor 2 zu verändern.

Der Mentor 3 ist also das Resultat von vielen gut durchdachten Optimierungs-Maßnahmen. Die technischen Basisdaten bleiben dadurch gegenüber dem Mentor 2 so gut wie unverändert. Trotzdem ist der Leistungssprung (6 Zehntel mehr Gleitzahl) der größte, den wir je zwischen zwei Modellgenerationen erzielen konnten.


Fliegen mit dem Mentor 3

Wer den Mentor 2 kennt, wird sich unter seinem Nachfolger sofort vertraut fühlen:

Der Mentor 3 bietet das selbe Maß an Stabilität, Kompaktheit und Präzision wie sein Vorgänger.
Die Steuerkräfte sind hingegen geringer geworden und die Drehwilligkeit hat zugenommen. Der Mentor 3 lässt sich dadurch entspannter und noch effizienter in der Thermik bewegen. Das harte Feedback über die Bremsen des Mentor 2 ist einer weicheren und präzisen Rückmeldung gewichen. Dadurch lässt sich der Mentor 3 mit weniger Anstrengung fliegen und vermittelt ein höheres Maß an Dämpfung.
Durch die verbesserte Gleitleistung und eine etwas höhere Maximalgeschwindigkeit wurden auch die Qualitäten im beschleunigten Flug verbessert. Die hohe Stabilität im gesamten Geschwindigkeitsbereich ist gleich geblieben.


Sicherheit

Der Mentor 2 ist das erfolgreichste High-Level B Gerät der vergangenen Jahre und wurde viele tausend Stunden in unterschiedlichsten Bedingungen geflogen. Es hat sich bestätigt, dass das Konzept in der Praxis ein sehr hohes Maß an Sicherheit bietet. Dem entsprechend ist der Schirm in den Unfallstatistiken kaum zu finden.
Mitverantwortlich dafür ist die geringe Streckung die von keinem anderen aktuellen High-Level EN B Gerät erreicht wird. Dies führt nicht nur zu einem unkomplizierten Flugverhalten, sondern bietet auch im Falle eines großflächigen Klappers ein Sicherheitsplus: Die Reaktion bleibt überschaubarer und das Risiko von Verhängern wird kleiner.

Der Mentor 3 trotzt nicht nur dem Trend der immer größer werdenden Streckung: Auch die Position der A-Ebene wurde nicht nach hinten verschoben, sondern befindet sich dort, wo sie sich bereits in den vergangenen vier Modellgenerationen bewährt hat.

Leistung

Die reine Gleitleistung ist natürlich wichtig. Entscheidend ist jedoch, dass die Leistung entspannt abgerufen werden kann.
Dafür muss sich der Pilot auf seinen Schirm verlassen können: Sowohl auf eine maximale Stabilität, wie auch auf ein ausreichendes Maß an Dämpfung.

Erst daraus ergibt sich jene Gesamtleistung, die der Schlüssel für die Dominanz des Mentor 2 war.
Beim Mentor 3 haben wir nicht nur die Leistung um 0.6 Gleitpunkte (über die gesamte Polare) verbessert. Es ist auch gelungen, den Piloten durch das leichtgängigere Handling und die höhere Dämpfung noch stärker zu entlasten.

Nur so kann das Höchstmaß an Leistung tatsächlich genutzt werden.


  Technische Änderungen gegenüber dem Mentor 2

 

  • 3D Shaping: Wir haben's nicht erfunden aber beim Mentor 3 erstmals selbst eingesetzt. Bei dieser Technik werden am Obersegel mehrere konvexe Tuchbahnen vernäht. Dies ermöglicht in erster Linie eine glattere Oberfläche im kritischen Nasenbereich.

  • Optimierter Stabilo: Die Gestaltung des Außenflügels ist nicht minder wichtig für die Gleitleistung. Durch scheinbar kleine Änderungen an den Flügelenden konnten wir überraschend viel Leistung gegenüber dem Mentor 2 gewinnen.

  • neue Form der Profilnase bzw. der Eintrittsöffnungen: Die Öffnungsform ist entscheidend für den Innendruck, welcher wiederum die Charakteristik des Flügels prägt. Wir experimentierten mit verschiedenen Formen (zuerst in aufwändigen Simulationsreihen, dann in der Praxis) bis wir auch in diesem Punkt eine Verbesserung erzielen konnten.

  • Neue Bremsgeometrie und Reffsystem: Wir haben die Leinenlänge reduziert und konnten gleichzeitig ein leichtgängigeres Handling erreichen.

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    Farbpalette

     

    Pilotenprofil

     

    Der Mentor 3 ist ein Leistungsschirm der Intermediate Klasse. Der Schirm ist nicht für die Schulung oder für Anfänger geeignet.

    Nur wer gewisse Grundtechniken des Gleitschirmfliegens solide beherrscht, wird in der Lage sein, das Leistungspotential des Mentor 3 entspannt zu nutzen.

    Dies betrifft alle Phasen eines Fluges:

    Der Mentor 3 steigt beim Start deutlich schneller über den Piloten, als z.B. der Ion 2, oder der Prion 2. Dies ermöglicht dem guten Piloten Starts auf engstem Raum. Es erfordert aber einen etwas exakter dosierten Bremseinsatz, um auch in schwierigen Bedingungen ein Überschießen des Schirms zu verhindern.

    Beim Fliegen in thermischen Bedingungen müssen stabilisierende Korrekturen ebenfalls etwas genauer und gegebenenfalls auch schneller erfolgen, als unter den niedriger eingestuften Schirmen in unserer Produktpalette.

    Bei der Landung erhöht die größere Dynamik und Leistung (gegenüber einem Low-Level B Schirm) den Anspruch an den Piloten, wenn es z.B. darum geht, den Schirm auf engem Raum und in turbulenten Bedingungen zu landen.

    Und nicht zuletzt im Falle eines großflächigen einseitigen Klappers wie auch bei einem großen Frontklapper muss der Pilot dosierter und schneller eingreifen, als bei einem niedriger klassierten Gerät, um zum Beispiel einen großen Höhenverlust zu vermeiden.
    In diesem Zusammenhang empfiehlt das NOVA Team den Besuch eines Sicherheitstrainings.
    Denn gerade im Gleitschirmsport ist regelmäßiges Training und ständige Weiterbildung wichtig.
    Wir empfehlen deshalb auch allen Piloten, ihre Technik am Übungshang oder/und beim Bodenhandling zu verbessern.
    Wer auch in schwierigen Bedingungen kontrolliert starten kann, erhöht seine Sicherheit und auch den Fluggenuss!

     

     

    Mentor 3 Technische Daten
    Typ - XXS XS S M L
    Zoomfaktor - 0.880 0.930 0.970 1.010 1.050
    Anzahl Zellen - 51 51 51 51 51
    Projizierte Spannweite m 8.46 8.90 9.32 9.72 10.11
    Projizierte Fläche 18.36 20.33 22.30 24.26 26.21
    Projizierte Streckung - 3.90 3.90 3.90 3.90 3.90
    Ausgelegte Spannweite m 10.86 11.42 11.96 12.48 12.97
    Ausgelegte Fläche 21.68 24.00 26.33 28.65 30.96
    Ausgelegte Streckung - 5.43 5.43 5.43 5.43 5.43
    Leinendurchmesser mm 0.6 / 0.7 / 0.8 / 1.3 0.6 / 0.7 / 0.8 / 1.3 0.6 / 0.7 / 0.8 / 1.3 0.6 / 0.7 / 0.8 / 1.3 0.6 / 0.7 / 0.8 / 1.3
    Leinenlänge m 6.27 6.60 6.91 7.21 7.49
    Gesamtleinenlänge m 216 227 238 249 259
    Max. Profiltiefe m 2.49 2.60 2.72 2.84 2.95
    Min. Profiltiefe m 0.62 0.65 0.68 0.71 0.74
    Gewicht kg 5.1 5.3 5.6 5.9 6.2
    Zulässiges Startgewicht kg 60-80 70-90 80-100 90-110 100-130
    Abfluggewicht Motor kg
    Sitze - 1 1 1 1 1
    Gütesiegel - B B B B B